Mysliveček ‎– Violin Concertos

Josef Mysliveček – Violin Concertos, Sinfonia Et Ouverture

Leila Schayegh (Violin)
Collegium 1704, Václav Luks (direction)

Josef Mysliveček (1737-1781) also known as Il Divino Boemo (The Divine Bohemian) was one of the most celebrated opera composers in Italy in the 1770s. His instrumental works – symphonies, concertos, octets, quartets, and trios – were as popular as his vocal music. Certain features of his melodic style reflect his Bohemian origins, and Mysliveček’s influence on contemporaries was significant. A close friend of the young W. A. Mozart and a musical influence on him, Mozart described his character as “full of fire, spirit and life.”

All nine of the Mysliveček violin concertos that survive in complete form were probably written in a short period during the late 1760s and early 1770s when the composer maintained close contacts with the city of Padua and the composer and violinist Giuseppe Tartini. As a representative of Italian traditions that extended back to the early eighteenth century, Myslivecek’s violin concertos are all cast in three movements of the pattern ‘fast-slow-fast’.

“From this music one can hear that the author was also a superb opera composer: the quickly alternating themes are well defined in character, whether sounding serious or boisterous, pleading or alluring, questioning or majestic, friendly or imperious. Figuratively, we find ourselves on the opera stage.” (Leila Schayegh)

Reviews

Eleganz und dezenter Sinnlichkeit

Der schweizerischen Barockgeigerin gelingt es vorzüglich, das außerordentlich Freundliche dieser Musik zur Geltung zu bringen. Zwar verfügt sie über eine fabelhafte Technik, doch alles Demonstrative ist ihr fremd. Stattdessen wirbt sie mit Eleganz und dezenter Sinnlichkeit um Aufmerksamkeit, und zwar weniger für sich als für die Komposition. Einen besseren Dienst kann man Mysliveček nicht leisten.

Matthias Hengelbrock, Fonoforum, 08.2018

Elegant und virtuos

SRF, 31.05.2018

Frisch, heiter und mit bemerkenswerte Leichtigkeit

Jan Ritterstaedt, WDR, 15.05.2017

Voller Feuer, Geist und Leben

(…) In Myslivečeks Violinkonzerten glänzt sie nicht nur durch technische Versiertheit und eine fast spielerisch wirkende Geläufigkeit, sondern auch durch eine weiche, transparente Tongebung und viele gestalterische Nuancen. Vor allem bestechen ihre langsamen Sätze durch ein filigranes und doch inniges Kantabile, das mit reizvollen Verzierungen gewürzt ist; zum Beispiel im Mittelsatz des Concerto in A-Dur. (…)

Helga Heyder-Späth, Deutschlandfunk, 1.05.2017

Lohnende Wiederentdeckung

(…) Leila Schayegh ist die Solistin in gleich drei Violinkonzerten von Mysliveček. Die höchst anspruchsvollen Partien, die nicht selten wahrhaft theatralischen Charakter besitzen, spielt sie mit Bravour. Immer wieder enthalten die Partituren rasante Läufe, heikle Doppelgriffe in hoher Lage und virtuose Kadenzen, die Leila Schayegh mit genauester Intonation und Präzision wiedergibt. Aber auch die langsamen Sätze – versehen mit langen italienisch anmutenden Kantilenen – werden von ihr spannungsreich interpretiert. Das Ensemble 1704 präsentiert sich auch in diesem klassischen Repertoire als bestens disponiert. Mit Sinn für kontrastreiche Gestaltung erweisen sich Václav Luks und seine Instrumentalisten als beste Mysliveček-Interpreten. (…)

Bernhard Schrammek, Kulturradio, 30.04.2018

★★★★ Veel elan, verbeelding en een duidelijk hoorbaar speelplezier

(…) De Zwitserse Leila Schayegh studeerde eerst moderne viool, en pas later legde ze zich toe op de barokviool. Dat bracht haar uiteindelijk in 2002 naar de Schola Cantorum Basiliensis, in de klas van Chiara Banchini. Zij speelt deze concerto’s van Myslivecek met veel elan, verbeelding en een duidelijk hoorbaar speelplezier; in sommige trage delen hoor je wel eens een onzekere intonatie of een niet altijd even zuivere toon, maar het is -gelukkig – duidelijk dat in deze opnames spontaniteit voorrang krijgt op perfectie. (…)

Bart Tijskens, Klara, 27.04.2018

Echte Entdeckungen

(…) Die drei Violinkonzerte auf dieser CD sind echte Entdeckungen. Sie sind in einer Sammlung von sechs Konzerten als Manuskripte in Wien erhalten. Es wird vermutet, dass Myslivecek die Konzerte in Wien selbst aufführte und dort die Sammlung für den eigenen Gebrauch anlegte. Die Solistin aus Winterthur, Leila Schayegh, ist seit 2010 Dozentin an der Scola Cantorum in Basel, wo sie auch studiert hat. Sie erweist sich in diesen Konzerten als überaus versierte, stilistisch perfekt agierende Geigerin in der historischen Aufführungspraxis. Sogar die Kadenzen in allen Konzerten schrieb sie selbst. Ihre lebendige Spielweise leitet sie aus dem Charakter der Musik ab – der sei nämlich ganz ähnlich wie bei Mozart: opernhaft. Und sie käme sich vor, wie in einem szenischen Operngetümmel. Kombiniert werden die Violinkonzerte mit zwei orchestralen Werken Mysliveceks, der Sinfonie in Es-Dur und der Ouvertüre in A-Dur, was hier nur eine andere Bezeichnung für Sinfonie ist.. (…)

Lotte Thaler, SWR, 20.04.2018

Klar, schlank und rein

(…) Dass jetzt der führende Originalklangexperte Tschechiens, nämlich Vaclav Luks sich mit seinem Ensemble 1704 dieser Musik angenommen hat, ist hocherfreulich. Denn diese Truppe spielt unheimlich vital und transparent – und sie hat sich als Solistin in den drei aufgenommen Violinkonzerten mit der Schweizerin Leila Shayeg eine der derzeit besten Barockgeigerinnen der jüngeren Generation ins Boot geholt. Ihr Ton ist sehr klar, schlank und rein, aber niemals spitz. (…)

MDR, 16.04.2018